Nahwärme | Bludenz-Bürs

Nahwärme Bludenz-Bürs

In Kooperation mit der Stadt Bludenz, der Gemeinde Bürs und der Vorarlberger Krankenhausbetriebsgesellschaft erarbeiten wir ein Wärmeversorgungs-Konzept für Stadtteile von Bludenz und Bürs.

 

 

 

Grünes Licht für Nahwärme Bludenz-Bürs

Wir alle sind gefordert, in den nächsten Jahren unseren Beitrag zum Gelingen der angestrebten Wärmewende beizutragen. Das bedeutet für viele, dass ein Ersatz für die alte Heizung organisiert werden muss. Nun stehen eine Reihe potentieller Heizsysteme zur Wahl. Doch nicht jedes System macht an jedem Standort Sinn. So ist es in dicht besiedelten Gebieten oft eine Herausforderung Pellets-Heizungen oder auch Wärmepumpen mit Geothermie oder Grundwassernutzung zu realisieren. Nachhaltige Nahwärme hingegen ist hier die ideale Lösung. Platzsparende und effiziente Wärme, die auf einen Streich gleich viele fossile oder direkt-elektrische Heizsysteme ersetzen kann.

Gemeinsam mit der Stadt Bludenz, der Gemeinde Bürs und der Vorarlberger Krankenhausbetriebsgesellschaft haben wir in den letzten Monaten die Realisierbarkeit einer Nahwärmeversorgung für Ortsteile von Bludenz und Bürs geprüft, und das Ergebnis ist durchwegs positiv: Alle Beteiligten wollen gemeinsam den nächsten Schritt gehen - Das Nahwärmenetz soll realisiert werden!

Für die Realisierbarkeit einer Nahwärmeversorgung spielt die transportierte Wärmeenergie pro Laufmeter Wärmenetz eine ganz entscheidende Rolle. Darum wurde im Zuge der Machbarkeitsstudie intensiv daran gearbeitet, die "größeren Wärmeverbraucher" für unser Konzept zu gewinnen. Der Fokus lag hierbei im ersten Schritt auf öffentlichen, bzw. halböffentlichen Gebäuden. Diese könnten durch den Anschluss an die Nahwärmeversorgung ihren Beitrag zur Energieautonomie leisten. Beispielsweise hat das Landeskrankenhaus bereits Interesse an einem Anschluss an das neue Fernwärmenetz bekundet.
 

Die Leitungen zwischen Heizzentrale und großen Wärmeverbrauchern bilden die Grundstruktur des Wärmenetzes.
Ob von diesem Basisnetz weiter abgezweigt wird, hängt davon ab, wie groß das Anschlussinteresse* ist.

*Interessieren sich die Eigentümer mehrerer Objekte eines Straßenzuges für einen Anschluss, kann das zu einer Ausweitung des Netzes führen. Wichtig ist hierbei wie "dicht" die Objekte angeschlossen werden können. 

Anschlussdichte
Das hängt in erster Linie davon ab, wo sich Ihr Gebäude befindet.
Bitte nutzen Sie die Übersichtskarte unten, um zu prüfen, ob sich die geplante Nahwärmeleitung in der Nähe Ihres Gebäudes befindet.

 

Ihr Gebäude liegt direkt an der geplanten Trasse:
Dann können wir die Frage klar mit JA! beantworten.

Ihr Gebäude liegt in der Nähe der geplanten Trasse:
Nun kommt es darauf an, ob auch Ihre Nachbarn Interesse bekunden. Ob eine Abzweigung der Wärmetrasse realisiert werden kann, entscheidet nämlich eine wichtige Kennzahl - die Wärmedichte*. Sie beschreibt, wie viel Wärmeenergie durch einen Meter der Wärmetrasse transportiert werden muss.

Wenn mehrere Gebäude in Ihrer Straße ein Anschlussinteresse bekunden, wird es für uns möglich, die Abzweigung zu realisieren und auch Sie an das Nahwärmenetz anzuschließen!



* Förderstellen geben vor, welche Wärmedichte ein Nahwärmenetz erreichen muss, um förderwürdig zu sein.

Das Versorgungsgebiet

Das Nahwärmenetz wird in mehreren Ausbaustufen umgesetzt. Das heißt, manche Netzbereiche werden früher als andere mit Wärme versorgt werden können. Die Ausbaustufen sollen in jährlichen Etappen folgen. Wann die ersten Objekte mit Wärme beliefert werden können, hängt von mehreren Faktoren ab, wie zum Beispiel dem Erlangen aller benötigten, behördlichen Bewilligungen. Geht es nach den Projektbetreibern, so sollen erste Objekte ab 2025 mit Wärme versorgt werden.

Eine Übersicht des  aktuell geplanten, unverbindlichen Versorgungsgebietes haben wir für Sie in der nachfolgenden Karte eingefärbt.

Bereit für die Wärmeversorgung von Morgen?

 

 

Sollten Sie innerhalb, bzw. nahe des eingefärbten Bereichs wohnen, können Sie gerne unser Kontaktformular nutzen und uns Ihr Interesse an einem Nahwärmeanschluss mitteilen!

 

Jetzt anfragen

Die Umsetzung einer Nahwärmeversorgung ist ein aufwändiges Unterfangen. Dementsprechend intensiv und langwierig ist der zeitliche Aufwand für Planung und Umsetzung eines solchen Vorhabens. Wir bitten Sie daher um etwas Geduld.
 

Alle Anfragen werden bei uns gesammelt.

Sollte es Neuigkeiten geben, erhalten alle gelisteten Interessenten die entsprechenden Informationen von uns.

Das Nahwärmenetz wird in mehreren Ausbaustufen umgesetzt. Das bedeutet, manche Netzbereiche werden früher als andere mit Wärme versorgt werden können. Die ersten Objekte möchten wir ab 2025 mit Wärme beliefern.

Derzeit ist lediglich das Basisnetz konzipiert. Je nach Anschlussinteresse umliegender Gebäude wird die Trassenführung dann so erweitert, dass die anzuschließenden Gebäude ein möglichst dichtes Netz ergeben. Ob auch Ihr Objekt angeschlossen wird hängt stark davon ab, ob auch die Gebäude zwischen der "Basis-Trasse" und Ihnen ein Anschlussinteresse bekunden.

 

Eine definitive Zu- oder Absage ist daher erst nach einer intensiven Interessensabfrage möglich.

Da wir uns derzeit in der Planungsphase befinden, und die Energiepreise aktuell starken Schwankungen unterliegen, können wir leider noch keine Preise bekannt geben. Die Kosten werden sich auf einem für Vorarlberg üblichen Preisniveau bewegen. 


Folgende Preisbausteine kommen zur Anwendung:

  • Einmaliger Anschlusskostenbeitrag für die Herstellung des Hausanschlusses
  • Grundpreis für die Bereitstellung der Infrastruktur
  • Arbeitspreis für die bezogene Wärmeenergie
  • Messpreis

Die Wärmeerzeugung

Das Herzstück einer jeder Nahwärmeversorgung stellt das dazugehörige Heizwerk dar. Hier wird der Großteil der Nahwärme erzeugt. Doch auch an anderen Stellen wird Wärme in das Versorgungsnetz eingespeist. Im konkreten Fall geschieht dies in Form von industrieller Abwärmenutzung. Steht die Abwärme in einem ausreichend hohen Temperaturbereich zur Verfügung, kann sie direkt über einen Wärmetauscher an das Wärmenetz abgegeben werden. Bei Niedertemperatur-Abwärme wird unterstützend eine Wärmepumpe eingesetzt, welche die Temperatur auf das benötigte Niveau anhebt.

Die industrielle Abwärme kann für Bludenz-Bürs in den Sommermonaten den Großteil des Wärmebedarfs abdecken. Im Winter kommt ein Biomassekessel als Wärmeerzeuger zum Einsatz. Hackschnitzel aus der Region dienen ihm als Brennstoff. Modernste Filter- und Kondensationsanlagen garantieren dabei minimale Emissionen.

HW_Beispielbild
Bei der Wärmeerzeugung in unseren Anlagen wird das Rauchgas der Verbrennung in modernsten Filteranlagen gereinigt. Dem Biomasse-Kessel wird eine Kondensationsanlage nachgeschaltet. Diese lässt den Wasserdampf, der bei der Verbrennung entsteht, kondensieren. So entsteht nur eine minimale Wasserdampffahne.

 

Die eingesetzte, moderne Filtertechnik ermöglicht es, die gesetzlichen Emissionsanforderungen deutlich zu unterschreiten. 

In der ersten Ausbaustufe beträgt der Brennstoffbedarf ca. 30.000 Schüttraummeter Holzhackschnitzel pro Jahr. 
Die Anlieferung des Brennstoffs an das Heizwerk erfolgt saisonal abhängig in Form von Holzhackschnitzel, Rundholz und Landschaftspflegeholz (Strauchschnitt, etc.).

 

Die Anlieferung soll mittels LKWs über das öffentliche Straßennetz erfolgen. Es wird im Schnitt rund eine Anlieferung pro Tag notwendig sein.

Ihre Vorteile mit unserer Nahwärme

Mehrwert für Umwelt und Immobilie
Nicht nur die Umwelt dankt. Auch Sie profitieren vom geringen Primärenergiefaktor unserer Wärmeenergie im Energieausweis Ihrer Immobilie.
Mehr Platz
Durch den Anschluss an unser Wärmenetz schaffen Sie neuen Platz in Ihrem Gebäude. Es ist keine platzraubende Unterbringung von Kessel, Brennstofftanks oder Kamin mehr nötig.
Hohe Versorgungssicherheit
365 Tage im Jahr zuverlässige Energie, direkt in Ihr Haus transportiert.


Attraktive Förderungen
Bund, Land und Gemeinden bieten attraktive Förderungen für Nah-/Fernwärmeanschlüsse.

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