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FAQ´s zum VKW Wärme-Contracting

Was ist Contracting?

„Contracting“ ist die Bezeichnung für ein vertraglich geregeltes Modell für Energiedienstleistungen, das die VKW in mehreren Varianten anbietet. Diese reichen von der Energieversorgung bis hin zu Einsparmaßnahmen. Viele Leistungen erhält der Kunde direkt von der VKW. Für einzelne Contracting-Inhalte (z.B. Errichtung einer Anlage) bedient sich die VKW kompetenter Sublieferanten.

Welche Arten von Contracting gibt es?

Generell unterscheiden wir drei verschiedene Contracting-Modelle - Es gibt Anlagen-Contracting (auch bezeichnet als „Energieliefer-Contracting“, „Nutzenergie-Contracting“ oder „Wärme-Contracting“) - Einspar-Contracting

Was ist das VKW Wärme-Contracting?

Als Wärme-Contracting werden Vertragsmodelle bezeichnet, im Rahmen derer der Contractor (Energiedienstleister VKW) die Energieerzeugungs-Anlage plant, finanziert, errichtet und für die Dauer des Contracting-Vertrags die volle Anlagenverantwortung trägt. Das bedeutet, dass die VKW den Betrieb der Anlage führt, die Anlage wartet, Instand setzt und bedient, als auch die Endenergie einkauft und dem Contracting-Nehmer (Kunden) die Nutzenergie (Wärme oder Kälte) verkauft. Der Kunde stellt dabei dem Contractor die erforderlichen Räumlichkeiten unentgeltlich zur Verfügung und räumt Ihm ein Dienstbarkeitsrecht ein.

Wer sind die Vertragspartner?

Vertragspartner sind der Contracting-Nehmer (Kunde, Gebäudeeigentümer/-nutzer) und der Contractor (Energiedienstleister VKW)

Wie funktioniert Wärme-Contracting?

Der Contractor plant, liefert, errichtet und betreibt energietechnische Anlagen. Den benötigten Platz dafür muss der Kunde zur Verfügung stellen. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch den Contractor. Dieser liefert dem Kunden die gewünschte Energie (z.B. Wärme, Kälte, u.v.m.). Das technische und wirtschaftliche Risiko trägt der Contractor. Die Anlage bleibt über die Vertragslaufzeit Eigentum des Contractors und geht, wenn nicht vertraglich anders geregelt, nach Ablauf der Vertragslaufzeit in das Eigentum des Kunden über.

Wo sind die Leistungsgrenzen beim Contracting?

Die Leistungsgrenzen zwischen der Anlage der VKW und dem Kunden werden vertraglich genau definiert, da davon der Umfang der in das Entgelt für die Leistungserbringung einzurechnenden Anlagenerrichtungs- und Unterhaltungskosten abhängt. Die gelieferte Wärme-Energie wird durch geeignete, geeichte Energiezähler erfasst. Dem Energiedienstleister werden die Vorhaltung der Anlage, die gelieferte Nutzenergie und die Ablesung und Abrechnung vergütet.

Wer trägt das technische Risiko?

Die VKW betreibt die Anlage auf eigenes Risiko auf Basis eines langfristigen Vertrags, der die Amortisation der vom Energiedienstleister getätigten Investitionen gewährleistet. Die Entgelte sind nur soweit veränderlich, als sich die Preise für die eingesetzte Energie und sonstige Kosten auf dem jeweiligen Markt ändern. Der Wirkungsgrad der Anlage geht zulasten des Energiedienstleisters.

Welche Vertragslaufzeit hat das VKW Wärme-Contracting?

Der Vertrag, in dem der Leistungsumfang festgelegt ist, wird vor Beginn der Installation notwendiger Anlagen abgeschlossen. Ihm liegt eine verbindliche Definition der Anforderungen zugrunde, welche die Nutzenergielieferung erfüllen muss. Contracting Verträge werden in der Regel über eine Laufzeit von 10 bis 20 Jahren mit jederzeitiger Ausstiegsmöglichkeit abgeschlossen.

Wie setzen sich die Kosten beim Wärme-Contracting zusammen?

Die Kosten setzen sich aus einem verbrauchsunabhängigen monatlichen Grundpreis (GP) und einem verbrauchsabhängigen Arbeitspreis (AP) zusammen. Diese beinhalten die Kosten für die Endenergie, der Serviceleistungen und der getätigten Investitionen des Contractors. Die Preise werden vertraglich fixiert und über statistische Indizes angepasst (z.B. VPI 2010, Strom, Gaspreis).

Was für Anwendungsbereiche hat Wärme-Contracting?

Wärme-Contracting wird bei Anlagen eingesetzt, bei denen eine energetische oder bauliche Sanierung erforderlich ist. Hier eigenen sich insbesondere größere Gebäudekomplexe, wie z.B. öffentliche Bauten (Schulen, Bäder, Gemeindeämter…), Hotellerie-, Gewerbe-, Industrie- und Dienstleistungsbetriebe.

Wann ist Contracting sinnvoll?

Contracting eignet sich für haustechnische Anlagen, in denen technisch und wirtschaftlich erschließbare Einsparpotenziale vorhanden sind. Selbst in Neubauten oder in Gebäuden, bei de-nen die Sanierung erst kurze Zeit zurückliegt, gibt es häufig Möglichkeiten zur Energieeinsparung. Insbesondere dann, wenn neue Technologien aufgrund mangelnder Personalressourcen oder mangelnden Wissens bis dato nicht ausgeschöpft werden konnten. Wenn die Energiekosten im Vergleich zu ähnlichen Gebäudearten relativ hoch sind, oder jährlich steigen, sollte eine umfassende Sanierung in Betracht gezogen werden. Es sollte jedoch vorher genau geprüft werden, dass die Einsparung und Investitionen groß genug sind für ein ganzes Contracting-Projekt ist. Sind in einem Objekt keine wirtschaftlichen Einsparpotenziale erkennbar, besteht die Möglichkeit mehrere Objekte zusammen zu fassen (Pooling).

Warum ist die VKW Ihr idealer Vertragspartner (Contractor)?

Die VKW steht Ihnen als zuverlässiger Contractingpartner mit langjähriger Erfahrung im Bereich Energieeffizienz zur Verfügung. Wir wickeln für Sie das gesamte Projekt als Generalunterneh-mer ab und koordinieren sämtliche erforderliche Gewerke – sodass Sie sich jederzeit auf Ihre ganz persönlichen Stärken in Ihrem Betrieb konzentrieren können!

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Christian Meusburger